Fliegerische Ausbildung - Erfurt-Bindersleben - Fliegerschule P
Mit seiner erfolgreichen Bewerbung bei der Luftwaffe rückte Egon Berberich am 1. Mai 1935 bei der Fliegergruppe (P) in Erfurt ein und verweilte dort bis zum 31. Mai 1937.
Während seiner Zeit in Erfurt Bindersleben wurde er dreimal befördert. Am 1. April 1936 erfolgte die Beförderung zum Obergefreiten, genau zwei Monate später, also am 1. Juni 1936, wurde er Unterführer und am 1. April 1937 erlangte er den Rang eines Unteroffiziers.
Allerdings weist sein Strafbuch auch einen Eintrag während seines Aufenthaltes in Erfurt auf, "weil er in angeheitertem Zustand in der Nacht vom 27./28.9.1936 dem Uffz. Lüdicke eine nachlässige Ehrenbezeugung erwies und sich unmilitärisch benommen [hatte]". Dieses Fehlverhalten hatte zweimaliges Strafexerzieren für jeweils 1 Stunde zur Folge.
In einem Gespräch mit Herrn Irmfried Zipser im Jahre 2016, einem Flugzeugführer aus der Staffel von Egon Berberich, wurde das Thema "Strafen" näher diskutiert. Seine sportliche Begeisterung konnte er auch in Erfurt ausleben, war er doch Torwart des "SC Fliegerhorst Erfurt". Auch hiervon zeugen noch einige Fotos. Weitere Bilder aus diesem Zeitabschnitt zeigen Egon Berberich beim Exerzieren, in einer Wartungshalle und auf dem Kasernengelände.
SC Fliegerhorst Erfurt-Bindersleben 1935

Egon Stoll-Berberich als Torwart mit seiner Mannschaft vom SC Fliegerhorst Erfurt-Bindersleben 1935
Der SC Fliegerhorst Erfurt-Binderleben

Der SC Fliegerhorst Erfurt-Binderleben"

Eindrücke aus der Zeit in Erfurt-Bindersleben

Eindrücke von der Fliegerschule Erfurt-Bindersleben - Bilder unten rechts zeigen die Wartungshallen sowie Egon Stoll-Berberich und einen Kameraden auf der Wartungshalle und in Arbeitsmontur; Bild unten links zeigt die Sylvesterfeier 1935/1936, die restlichen Bilder die Anreise und einen Aufmarsch in Eschwege

Eindrücke von der Fliegerschule Erfurt-Bindersleben - Bilder unten rechts zeigen die Wartungshallen sowie Egon Stoll-Berberich und einen Kameraden auf der Wartungshalle und in Arbeitsmontur; Bild unten links zeigt die Sylvesterfeier 1935/1936, die restlichen Bilder die Anreise und einen Aufmarsch in Eschwege"

Fliegerische Ausbildung - Detmold - Fliegerschule A
Nach erfolgreicher Bewerbung als Flugzeugführer wurde er am 1. Juni 1937 nach Detmold an die Fliegerschule A befohlen.
Auch dort erhielt er einen Strafeintrag, da "er am 26.8.37 trotz starken Unwohlseins in Kassel gestartet war, nach dem Start die vorgeschriebene Platzrunde nicht flog und ein vor ihm gestartetes Flugzeug so überholte, dass ein Zusammenstoß in der Luft erfolgte, durch den beide Flugzeuge leicht beschädigt wurden".
Als Konsequenz musste Berberich vom 14. Bis 23. Oktober 1937 neun Tage verschärften Arrest ableisten, wobei dieser verspätet verhängt wurde, da die "Schuldfrage erst durch umfangreiche Vernehmungen geklärt werden musste". Nach erfolgreichem Durchlaufen der "A-Schule" gelangte er nach Schleißheim an die "B-Schule".
Eindrücke aus der Zeit in Detmold

Aufschrift Rückseite: Als Häschen auf der A Schule in Detmold, Die Unentwegten Detmold im August 1937.
Eindrücke vom Flugfeld in Detmold 1937, die Maschinen auf den Bildern sind Focke-Wulf 44

Eindrücke vom Flugfeld in Detmold 1937, die Maschinen auf den Bildern sind Focke-Wulf 44 "Stieglitz"

Fliegerische Ausbildung - Schleißheim - Fliegerschule B
Neben einer überschaubaren Anzahl an Bildern, die sich aufgrund der rückseitigen Aufschriften eindeutig der Zeit bei der Fliegerschule B zuordnen lassen, liegt nur noch ein Vermerk im Lebenslauf vor, der über seine Tätigkeiten in Schleißheim Aufschluss gibt. Nach erfolgreicher Ausbildung wurde Egon Berberich als Hilfsfluglehrer eingesetzt. Eine Urkunde vom 15. April 1938 würdigt Unteroffizier Berberichs vierjähriges Dienstjubiläum.
Eindrücke aus der Zeit in Schleißheim

Abschlussfeier der Flugzeugführer der Fliegerschule B, Schleißheim Juni 1938. Egon Stoll-Berberich unter Schirmmütze, Dolch und Koppel.

Abschlussfeier der Flugzeugführer - Fliegerschule B - Schleißheim Juni 1938.